Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7:30—19:00 Uhr | Fr.: 7:30—16:00 Uhr

Zahnstein: Warum er immer wiederkommt und was Sie dagegen tun können

Autor Andreas Frentz
von Andreas Frentz MBA
26 . Mai 2026 —

Eine Frau bei der professionellen Zahnreinigung

Trotz täglichen Zähneputzens muss er beim nächsten Zahnarztbesuch wieder aufs Neue entfernt werden: der Zahnstein. Wenn der Zahnarzt trotz sorgfältiger Mundhygiene erneut Ablagerungen entdeckt, ist das keine Frage mangelnder Sorgfalt, sondern ein biologischer Prozess.

Zahnstein entsteht, wenn sich die weiche Plaque, die jeder Mensch hat, durch Mineralien aus dem Speichel verhärtet und fest am Zahn oder am Zahnfleischrand verankert. Er lässt sich nicht wegputzen und kehrt immer wieder zurück, weil die Entstehungsbedingungen im Mund grundsätzlich bestehen bleiben. Wer das versteht, kann gezielt gegensteuern.

Wie Zahnstein wirklich entsteht, welche Faktoren seine Bildung begünstigen und was Sie selbst sowie gemeinsam mit einer Behandlung durch Zahnärztinnen in Stuttgart tun können: Die Antworten finden Sie in diesem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zahnstein bildet sich aus Plaque, die sich durch Mineralsalze im Speichel innerhalb von wenigen Tagen bis zwei Wochen verhärtet.
  • Er lässt sich durch Zähneputzen allein nicht entfernen und kann nur professionell abgetragen werden.
  • Individuelle Faktoren wie Speichelzusammensetzung, Ernährung und genetische Veranlagung beeinflussen, wie schnell sich Zahnstein bildet.
  • Die professionelle Zahnreinigung ist die wirksamste Methode, um Zahnstein dauerhaft zu kontrollieren.
  • Regelmäßige häusliche Mundhygiene verlangsamt die Neubildung erheblich, kann sie jedoch nicht vollständig verhindern.
  • Unbehandelter Zahnstein erhöht das Risiko für Zahnfleischentzündungen, Parodontitis und langfristigen Zahnverlust.

Wie entsteht Zahnstein überhaupt?

Der Ausgangspunkt ist immer die Plaque: ein weicher, klebriger Biofilm aus Bakterien, Speichelproteinen und Nahrungsresten, der sich nach jeder Mahlzeit neu auf den Zahnoberflächen bildet. Wird dieser Belag nicht täglich vollständig entfernt, beginnt er zu mineralisieren.

Dafür sorgen Calcium- und Phosphatsalze aus dem Speichel, die sich in die Plaque Struktur einlagern und sie zunehmend verhärten. Dieser Prozess beginnt innerhalb von 24 bis 48 Stunden und ist nach ein paar Tagen bis zwei Wochen so weit fortgeschritten, dass aus weicher Plaque harter, mit dem Zahn fest verbundener Zahnstein geworden ist.

Besonders aktiv sind dabei die Speicheldrüsenausgänge: Auf den Innenflächen der unteren Frontzähne und an den Außenflächen der oberen Seitenzähne entsteht Zahnstein deshalb besonders häufig.

Warum manche Menschen mehr Zahnstein bilden als andere

Zahnstein betrifft alle, aber nicht alle gleichermaßen. Wenn sich trotz guter Mundhygiene schnell wieder Ablagerungen entwickeln, hat das oft mit folgenden individuellen Einflussfaktoren zu tun:

  • Speichelzusammensetzung: Ein höherer Mineralstoffgehalt im Speichel beschleunigt die Mineralisierung von Plaque erheblich.
  • Ernährung: Eine zuckerreiche oder säurehaltige Kost begünstigt das Bakterienwachstum und damit die Plaquebildung.
  • Genetische Veranlagung: Die Zusammensetzung des Speichels und die Anfälligkeit für Ablagerungen sind teilweise erblich bedingt.
  • Zahnstellung: Enge oder überlappende Zähne erschweren die Reinigung und bieten Ablagerungen mehr Angriffsfläche.
Dazu kommen Faktoren im Lebensstil: Rauchen verändert die Mundflora und begünstigt verfärbte, raue Zahnstein Oberflächen, auf denen sich weitere Ablagerungen leichter anheften. Auch häufiger Kaffeekonsum fördert Verfärbungen, die mit Zahnstein verbunden sind.

Was Sie selbst gegen Zahnstein tun können

Zahnstein, der einmal entstanden ist, lässt sich durch häusliche Pflege nicht entfernen. Was Sie durch konsequente Mundhygiene jedoch erreichen, ist eine deutliche Verlangsamung der Neubildung.

Die Grundlage bildet die richtige Putztechnik. Empfohlen wird die modifizierte Bass-Technik: Die Zahnbürste wird im 45-Grad-Winkel zum Zahnfleischrand angesetzt und mit kleinen, kreisenden oder rüttelnden Bewegungen geführt. Mindestens zwei bis drei Minuten, zweimal täglich.

Sinnvolle Ergänzungen im Alltag:

  • Zahnseide oder Interdentalbürsten: für die Reinigung der Zahnzwischenräume, die die Bürste nicht erreicht
  • Elektrische Zahnbürsten: mit Schalltechnologie, die Plaque effektiver löst als manuelle Bürsten
  • Zahnpasten mit Zinkzitrat oder Pyrophosphat um die Mineralisierung von Plaque zu hemmen
  • Antiplaque-Mundspülungen: zur Reduzierung der Bakterienlast im Mund
All das sind wertvolle Bausteine. Sie ersetzen jedoch nicht unsere professionelle Zahnreinigung in Stuttgart-Mitte.

Die professionelle Zahnreinigung: Ihr Schutzschild gegen Neubildung

Bei der professionellen Zahnreinigung (PZR) wird Zahnstein mit speziellen Hand- oder Ultraschall-Instrumenten schonend und vollständig entfernt, auch unterhalb des Zahnfleischrands. Anschließend werden die Zahnoberflächen poliert, um das Anhaften neuer Ablagerungen zu erschweren.

Wie häufig eine PZR sinnvoll ist, hängt von individuellen Faktoren ab. Als Orientierung gilt:

  • Einmal jährlich: für Menschen mit guter Mundhygiene und geringer Zahnstein Neigung
  • Zweimal jährlich: bei erhöhter Zahnsteinbildung, Zahnfleischproblemen oder nach einer kieferorthopädischen Behandlung
  • Alle drei bis vier Monate: bei diagnostizierter Parodontitis oder stark erhöhtem Risikoprofil
Eine Frau lächelnd vor dem Spiegel beim Zahnarzt nach dem Entfernen von Zahnstein

FAQ Zahnstein

Kann Zahnstein von selbst verschwinden?

Nein, mineralisierter Zahnstein löst sich nicht von allein. Er kann nur durch professionelle Instrumente mechanisch abgetragen werden.

Wie schnell bildet sich nach einer professionellen Reinigung neuer Zahnstein?

Das ist individuell verschieden. Bei den meisten Menschen sind nach drei bis sechs Monaten erste neue Ablagerungen erkennbar, sofern die Pflege zu Hause nicht konsequent erfolgt. Je nach individuellen Faktoren kann dieser Zeitraum aber auch weitaus kürzer oder länger ausfallen.

Helfen spezielle Zahnpasten wirklich gegen Zahnstein?

Zahnpasten mit Hemmstoffen wie Zinkcitrat oder Pyrophosphat können die Mineralisierung verlangsamen und damit die Neubildung bremsen. Sie können jedoch keinen bestehenden Zahnstein entfernen.

Ist Zahnstein schädlich, wenn man ihn nicht behandelt?

Ja. Die raue Oberfläche von Zahnstein bietet Bakterien idealen Halt. Unbehandelter Zahnstein fördert Zahnfleischentzündungen und kann langfristig zu Parodontitis führen, einer ernsthaften Erkrankung des Zahnhalteapparats.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die professionelle Zahnreinigung?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die PZR in der Regel nicht oder nur teilweise im Rahmen von Bonusprogrammen. Viele private Zusatzversicherungen erstatten die Kosten anteilig. Es lohnt sich, den eigenen Versicherungsvertrag zu prüfen.

Fazit: Ihre nächsten Schritte für gesunde Zähne

Zahnstein ist ein biologischer Prozess, dem sich niemand vollständig entziehen kann. Was Sie beeinflussen können: Verlangsamen Sie seine Entstehung durch konsequente Pflege mit der richtigen Technik und geeigneten Hilfsmitteln. Und lassen Sie Zahnstein regelmäßig professionell entfernen, bevor er zum Problem wird.

Bei Dr. Frentz & Kollegen begleiten wir Sie dabei mit einem voll digitalisierten Praxiskonzept, einem sensiblen Blick für Ihre individuelle Mundgesundheit und einem partnerschaftlichen Ansatz, bei dem Ihre Situation im Mittelpunkt steht. Sprechen Sie uns gerne auf eine PZR oder eine persönliche Einschätzung Ihres Zahnstein Risikos an.

Autor Andreas Frentz

Andreas Frentz MBA

Andreas Frentz, der Ingenieur der Praxis Dr. Frentz & Kollegen. Kümmert sich als Praxismanager um alles rund um die Praxis. Fährt Rad ohne Motor und fotografiert ohne Autofokus.

Alle Beiträge von Andreas
Termin online buchen

Bei der Zahnarztpraxis Dr. Frentz & Kollegen stehen Sie als Patient im Mittelpunkt.

Hochspezialisierte Zahnärzte, Prophylaxe-Assistentinnen und Zahntechniker umsorgen Sie mit sensiblen Händen. Sie finden uns in der Königstraße in Stuttgart – in direkter Nähe zum Hauptbahnhof.

Kontakt

Zahnarztpraxis Dr. Frentz & Kollegen
Königstraße 2 (Hauptbahnhof)
70173 Stuttgart - Mitte

Tel.: 0711 655000-0
E-Mail: info@frentz.de

Sprechzeiten:
Mo.–Do. 7:30–19:00 | Fr. 7:30–16:00 Uhr